NEW SOUTH WALES

Hauptseite
21.12.2000-23.12.2000 Brisbane - Byron Bay - Lake
Macquarie
Die südlich von Brisbane gelegene Gold Coast hielt tatsächlich was sie
versprach. Die sensationell weissen, unendlich langen und leeren Strände luden nicht nur
zum Träumen ein, sondern auch für eine kühle Erfrischung im recht rauhen Meer. Es
herrschten ideale Bedingungen für die Surfer und es war ein Vergnügen den Artisten auf
den Brettern zuzusehen. Unser nächstes Etappenziel war Byron Bay, ein touristisches
Zentrum der Summerland Coast und ein sogenanntes Muss für jeden Aussiereisenden. Es ist
der östlichste Punkt des australischen Festlandes. Mit seinen komischen Eingeborenen gilt
es auch als Rich Hippie Zentrum und so blieben wir lediglich eine Nacht in einem
ausnahmsweise sehr guten Backpackers.
Der nächste Tag begann recht früh. Denn unsere Absicht wa es, möglichst nahe an
Sydney vorzudringen. Der grösste Teil der Strecke verlief leider etwas abseits der
Küste. Aber wir nutzten jede Chance der Küste zu folgen, auch wenn es nicht die
schnellste Variante war. Fast am Ende unserer weit über 500km gerieten wir beim Myall
Lakes NP in einen Waldbrand. Für uns war es nicht gefährlich, doch das ganze Drumherum
war aufregend und gab uns zusätzlich eine kleine Abwechslung zur monotonen Fahrerei.
Etwas spät, schon vorbei am schönen Newcastle, fanden wir eine Unterkunft in einer
Cabine direkt am Lake Maquarie. Es war sehr heiss an diesem Abend mit Temperaturen um die
37º. Wieder eimal mehr zeigten die Australier keinen grossen Arbeitswillen und so mussten
wir uns zu später Stunde mit Fastfood verpflegen. Na ja was solls, war zum Glück das
erste Mal. (Urs genoss zum 1. Mal das Aussieessen). (Remo aber auch)
23.12.2000-02.01.2001
Sydney
Dr Patrick würd jetzt säge: "Hei, isch das ä gäili Stadt!"
Mit der gerade mal 150 km langen Fahrt vom Lake Macquarie nach Sydney erreichten
wir sehr schnell unser Ziel und so blieb uns auch genügend Zeit, eine geeignete
Unterkunft zu suchen. Unser Hotel liegt ideal an der Oxford- und Crownstreet. Zum Zentrum
sind es nur 10' Marschzeit (Remos Fussohlen lassen grüssen) und für die nähere Umgebung
ist es ein optimaler Ausgangspunkt. Auch das Preisleistungsverhältnis liess uns keine
andere Wahl. Einzig die Tatsache, dass hier eine überdurchschnittliche Ansammlung von
falschgepolten Spezies herrscht, liess uns am Anfang ein wenig den Kopf zerbrechen.
Es war schon ein irres Gefühl, heiligen, olympischen Boden unter den Füssen
(vorerst Pneus) zu haben. Selbst die weltbekannte Harbour Bridge konnten wir bei der
Anfahrt schon überqueren. Wie immer bis jetzt präsentierte sich eine neue Umgebung bei
bedecktem Himmel und mit einigen kleinen Niederschlägen. So war's auch diesmal. Was
solls, wir sind es ja bereits gewohnt.
Christmas Eve
Den 24.12. widmeten wir vollumfänglich einem ausgedehnten Stadtrundgang. Dazu
gehörten natürlich die Harbour Bridge
(diesmal mit Sonne und blauem Himmel), das Opera House,
Circular Quay, The Rocks, Hyde Park, Planet Hollywood und all die überfüllten,
megagrossen Kaufhäuser mit den einkaufsgestressten Leuten. Am Abend verzehrten wir das
Essen im wunderbar geschmückten Darling Harbour,
wo unzählige Familien einer Vorstellung beiwohnten und so unter freiem Himmel ihre
Weihnachten feierten. Es war schon komisch, Heiligabend unter diesen Bedingungen zu
erleben und bei uns beiden kam eigentlich nie richtig Weihnachtsstimmung auf ....
und wieder einmal mehr zeigten zu später Stunde die krach- und alkoholabsorbierenden,
jungen, australischen Monster (auch englische Touris) wo ihre Wurzeln liegen.
Christmas Day
Diesen Tag verbrachten wir nach einem verlängerten Morgenschläfchen an
der etwas entäuschenden Bondibeach. Ausser dem mit
Leuten pralgefüllten Strand und wiederum einer unerträglich lauten Bumbum-hütte hatte
dieser doch so weltbekannte Ort leider nicht viel zu bieten (vielleicht sind wir bereits
ein wenig verwöhnt). Gelegentlich trafen wir bei unserem Sonnenbad noch auf mit
Weihnachtsmützen verzierte Dauerfester. Bereits gegen Mittag im The Rocks hatten wir uns
an der selben Art Menschen amüsiert.
Boxing Day
Dieser Tag war voll und ganz von der alljährlich durchgefürten Sydney-Hobar Regatta gezeichnet. Schon die Medien hatten
Tage zuvor die Aufmerksamkeit geweckt und so die Spannung zusätzlich erhöht. Zur Stunde
X schien das Fass dann zu überlaufen. Überall, an jedem freien Platz an der Küste,
suchten sich die Zuschauer ihren eigene Quadratmeter, um so den lang ersehnten Start
mitzuerleben. Es war unbeschreiblich. All das Medieninteresse, die Stimmung, die Boote,
das tolle Wetter... wow. Eine kleine Rundfahrt, entlang verschiedener, nicht so namhafter
Strände, rundete unser Tagesprogramm ab.
27.12.
Weitere Höhepunkte auf unserer Entdeckungsreise in Sydney: AMP-Tower mit
gigantischer Rundsicht auf einer Höhe von 300 m, Rundfahrt mit Monorail, wieder Harbour
Bridge mit Opera House (man muss es einfach mehrmals gesehen haben).
28.12.
Da wir ja beide sehr gerne laufen, sind wir ausnahmsweise mal mit dem Auto
nach Manly gefahren. Dieser Ort liegt etwas nördlich von Sydney gleich neben dem North
Head. Er ist bekannt wegen seinem schönen Strand (Surfer lassen grüssen) und auch seiner
ruhigen Lage, nur eine kurze Schiffsfahrt weg vom City Center. Doch wir konnten es erneut
nicht unterlassen, einige Meter zu laufen. So marschierten wir dann halt während fast 3 h
den Manly Scenic Walk an der Küste entlang ab. Ich glaube, hier taten uns die Fussohlen
zum ersten Mal so richtig weh, gell Remo.
29.12.
Kricket ist für die Australier wie für die Amreikaner das Baseball. Ein
Spiel mit Ball und Schläger. Langweilig und ohne grosse sportliche Anstrengungen. Auch
mit dessen Regeln hatten wir so unsere Probleme (und noch immer nicht geschnallt). Da
braucht es gewiss einige Jahre Tribünenerfahrung mit Snacks und Bier um da durchzusehen.
Aber wir besuchten trotzdem unter fachkräftiger Führung das heilige Kricketstadion von
Sydney und das gleich daneben liegende Footballstadion. Am Abend verzehrten wir in einer
ausgezeichneten Sushibar rohe Fischkost. Das lustige daran war, dass die kleinen Portionen
auf einem Förderband vor unserer Nase vorbeifuhren und bei Belieben hreausgepickt werden
konnte.
30.12.
Olympia ist ja erst vor kurzer Zeit zu Ende gegangen und so versuchten wir
an diesem Tag, Überbleibsel aus dieser Zeit zu finden. Doch das Gelände war wie tot.
Nicht einmal die wenigen Touristen konnten ein wenig Leben einhauchen. Einzig im Aquatic
Center, das jetzt auch der Öffentlichkeit zugänglich ist, wimmelte es von badehungrigen
Kleinen wie Grossen. Eine Führung im Olympic Dome (Olympiaflamme) und im
Basketballstadion waren äusserst imposant und werden uns bestimmt noch lange in
Erinnerung bleiben. Weitere Highlights waren das Tenniszentrum, die megabreite Mainstreet,
der eigene Bahnhof und eine Rundfahrt mit sehr unterhaltsamen Chauffeur im Gelände.
Newyears Eve
Um mit den einkaufswütigen Australiern
gleichzuziehen, gingen auch wir tagsüber auf Schnäppchenjagd in die mit
"SALE" verzierten Läden... und wir wurden fündig. Am Abend
verpflegten wir uns früher als sonst. Denn die Medien prophezeiten einen
grossen Ansturm (ca. 1 Mio Leute) gegen Mitternacht für die gigantischen
Feuerwerke, die an mehreren Standorten gezeigt wurden. So entschieden wir uns
dann für das erste Feuerwerk um 21h00 im Darling Harbour und das zweite
Feuerwerk im Mrs. Macquaries Park, wo man eine tolle Kulisse mit Operahouse und
Harbour Bridge hat. Letzteres ist der Ort, wo die extremen Fans schon tagsüber
ihren Platz reservieren und die Wartezeit mit Picknick, Spiel und Musik
totschlagen. Das Gedränge im Darling Harbour war noch akzeptabel. Doch je mehr
wir uns dem Mrs. Macquaris Park näherten, desto dichter wurde die
Masse. Am schlimmsten war es um den Circular Quay, wo fast kein
Durchkommen war. Nach Mitternacht tummelten sich alle Leute in den Strassen von
Sydney und liessen im wahrsten Sinne des Wortes die Sau raus. Ich würde das in
einer gewissen Art mit unserer Fastnacht vergleichen.
Newyears Day/Centenary Day
Australien feierte am heutigen Tag ihre 100-jährige Unabhängigkeit. Aus
diesem Grund organisierte Sydney eienen gigantischen Umzug der fast 3 Stunden dauerte. Wir
schauten uns nur eienen Teil an, weil die Beziehung dazu und der geschichtliche
Hintergrund uns halt ein wenig fehlte. Unseren letzten Abend verbrachten wir im The Rocks
in einem deutschen Bierkeller. War wirklich nicht übel.
Remo:
Klein Remo in gross Sidney (mit noch kleinerem Urs). Da sich in dieser
Grossstadt keiner um den andern kümmert, sind auch Urs und ich in der Menge
untergegangen (Was ich nicht leiden kann, wenn mich keiner beachtet)(urs: kranke Schafe
werden nicht beachtet). Man hat doch gewisse Vorstellungen, wenn man nach Australien
reist. Das Opernhaus, die Harbour Bridge, der Eiffelturm und die Goldengate Bridge. All
das hat sich mit meinen gedeckt. Bei einem war ich mir jedoch nicht so sicher: Bin ich in
Sidney oder irgendwo in Asien? Ueberall in den Strassen hatte man den Eindruck, es wären
tonnenweise schlitzäugige Stepptänzer unterwegs. Was sich als ausgesprochen Falsch
erwies. Es waren Asiaten, die beim Laufen die Schlorpen nachzogen. Es soll ja nicht nur
negativ geschrieben werden... Sidney ist eine wirklich lebhafte Stadt Bald wird Canberra
folgen... bin gespannt.
02.01.2001-03.01.2001
Sydney - Canberra
Grossstädte gehen einem mit der Zeit auf die Nerven und so war der Moment da,
die Reise in Richtung offizieller Hauptstadt von Australien in Angriff zu nehmen (schon
wieder eine Stadt?!?!?). Nach einer kleinen Tour entlang der Küste mussten wir schon bald
den Weg über einen kleinen Pass ins Landesinnere wählen. Denn Canberra liegt entgegen
den ursprünglichen Hauptstadtskandidaten, Melbourne und Sydney, weit weg von der Küste.
Nun zu Canberra selbst. Man merkt ziemlich schnell, dass
diese Retortenstadt weder Charme noch geschichtlichen Hintergrund hat. Der einzige Grund
seines Daseins war es lediglich, den Streit um den Titel als Hauptstadt zwischen Sydney
und Melbourne zu schlichten. Einzige Highlights sind das Regierungsgebäude, der High
Court und die Sicht auf die Stadt vom Mt. Ainslie. Punkt und Schluss.... Ach ja, fast
hätte ich's vergessen. Das Wetter war sch... und wurde erst wieder gut am Abreisetag. No
comment...