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Northern Territory
12.01.2001 Adelaide - Alice Springs - Kings Canyon Lodge Der Flug am Morgen dauerte etwa 1 3/4 h nach Alice Springs. Dort wurden wir von unserem Reiseführer Peter (wayward tour) am Flughafen abgeholt und setzten sofort unsere Reise in Richtung Kings Canyon fort. Die Gruppe bestand aus 16 Leuten mit Nationalitäten wie Deutschland (würklich dolli Buäbä), Schweiz, Holland, Australien, Frankreich und Dänemark. Der Bus war zum Glück klimatisiert und reichte mit seinem Anhänger gerade für diese kleine Bande aus. Bei einer Camelfarm gab es etwas nach der Mittagszeit die erste Verpflegung in Form von selbstgemachten Sandwiches. Eine gute Idee mit der leichten Kost, denn mehr als Durst hatte man kaum bei diesen Temperaturen um die 40 Grad. Reiten wollte ja niemand auf den Kamelen und so gings unverzüglich weiter. Unterwegs musste ich halt den Bus mal anhalten lassen. Grund dafür war ein Gewitterregen wenige Kilometer hinter uns. Man soll ja die Gelegenheiten packen für gute Fotos, nicht wahr. Auf jeden Fall waren dann fast alle Insasses draussen, um das Naturschauspiel fotographisch festzuhalten. Etwas gerädert kamen wir gegen 18h00 beim Campingplatz an und begannen sofort mit dem Aufstellen der Zelte. Mit den heutigen Igluzelten ist das wirklich kein Problem mehr und selbst die Frauen brachten das innerhalb weniger Minuten fertig...Kompliment. Danach gings an's Kochen. Auf dem Menüplan standen Spiralnudeleintopf mit Gemüse und selbtgemachtes Brot im Feuer. War wirklich nicht übel unter diesen Umständen. Während des Kochens holte uns der bereits gesehene Gewitterregen (begleitet von starken Windböhen) ein und somit konnte gerade getestet werden, wer da beim Aufstellen gepfuscht hatte und wer nicht.(Alle pfuschten.)Bettruhe war gegen 23h00. 13.01.2001 Kings Canyon - Yulara (Ayers Rock) Resort Tagwache war um 5h30...wirklich kein Witz. Denn auf dem Programm stand eine 4-stündige Rundwanderung im Kings Canyon. Und da ist es von Vorteil, wenn man nicht gerade in der Mittagssonne herumlatscht. Geschlafen haben wir eigentlich recht gut, obwohl es im Innern des Zeltes sehr warm blieb. Mit unserem erfahrenen Guide packten wir den Kings Canyon Walk in der umgekehrten Richtung an. Seine Erklärung war der zu steile Aufstieg gleich zu Beginn der Tour, welcher den Übernamen Heartattack-Hill trägt. Nachdem wir die sanftere Flanke erklommen hatten, gings mehr oder weniger flach weiter. Es war imposant wie sich die rotgefärbten Felsformationen, welche zum Teil an Bienenkörbe erinnerten, in der frühen Morgensonne präsentierten. Man konnte nicht genung bekommen und die Landschaft änderte sich mit jedem Meter den man lief. Atemberaubend waren auch immer wieder die steilen Wände des Canyons. Als kleines Dessert entpuppte sich der kurze Abstieg zum Garden Of Eden, eine üppig-grüne Oase an einem Bachlauf des Canyons, wo wir uns im leicht braungefärbten aber sauberen Wasser ein erfrischendes Bad genehmigten.(Stefan, Mike und Remo sind zum baden zu spät gekommen... wieder einmal verlaufen) Fotographisch gesehen war die Richtung des Walks auch besser. Denn die Sonne stand uns fast immer im Rücken. Der Abstieg über die Heartattack-Flanke war schnell gemacht und gegen Mittag waren wir schon wieder back in umserem Camp. Nach einem kleinen Imbiss und einem längeren Poolaufenthalt brachen wir die Zelte ab und fuhren weiter Richtung Yulara Resort. Unterwegs bestaunten wir den Mt Conners aus der Ferne. Als wieder alle Zelte standen, ging's sofort in die Sunset Area vom Uluru, wo wir bei einem kleinen Apéro den Sonnenuntergang genossen. Leider zeigte sich das so ersehnte rot nicht sehr intensiv. Zurück im Camp stand Grill als Nachtessen auf dem Plan und Bettruhe war auch wieder um ca. 23h00. 14.01.2001 Ayers Rock - The Olgas (Kata Tjuta) Heute wurden wir um 4h45 aus dem Schlaf gerissen. Auf dem Programm stand zunächst das Morgenessen mit Sonnenaufgang beim Uluru. Die selbsgemachten Pfannkuchen von unserem Guide vor Ort waren vorzüglich. Leider fuhren wir für die meisten Fotographen etws zu nahe an den Klotz (Klotz: Übername der Buben aus dem Schwarzwald). Ausser mit einem Weitwinkelobjektiv konnte man es vergessen, den Klotz ganz auf das Foto zu bringen (da hatte ich mehr Glück, hihi...). Nach beendeter Zeremonie ging's gleich weiter zu den nicht weit entfernten Olgas, die eigentlich Kata Tjuta (viele Köpfe) in der Aborigines-Sprache heissen. Im Gegensatz zum monolithischen Ayers Rock besteht das Massiv aus 36 Felskuppeln und -domen. Die wahre Faszination der Olgas lässt sich aber nur zu Fuss erschliessen und so unternahmen wir erneut eine 4-stündige Rundwanderung (8 km) in der anschwellenden Hitze. Nach getaner Arbeit folgte die obligate Verpflegung im Camp im Schatten bei lediglich 43 Grad (das ist Australien!). Als Dessert erhielten wir von unserem Chef eine kurze Verschnaufpause im Pool (Danke nochmals an dieser Stelle). Doch noch nicht genug. Um 15h00 verschoben wir uns mit dem Bus für eine 1-stündige Besichtigung zum Aborigines Museum, das gleich am Fusse des Uluru hockt. Und den Spätnachmittag setzten wir mit einem "gemütlichen" Walk um den heiligen Stein fort. Geplant war eigentlich die ganze Tour. Da aber eine Person in der Gruppe mit der Hitze zu kämpfen hatte, mussten wir alle abbrechen und warten. Wie viele von euch vielleicht wissen, könnte man ja auch auf den Uluru rauflaufen. Doch die Aborigines mögen das gar nicht, dass da Leute auf Ihr Heiligtum steigen und so respektierte wir deren Wunsch. Nach verpasstem Sonnenuntergang beim Uluru (no comment) stopften wir uns ein Süss-Sauer-Gericht in den Magen und quaselten noch ein wenig über die erlebten Dinge des Tages. Sogar ein Didgeridoo machte die Runde und jeder konnte versuchen, ausser seiner Spucke auch einen Ton rauszubringen. 15.01.-16.01.2001 Ayers Rock Resort - Rainbow Valley - Alice Springs Verglichen mit den anderen Tagen konnten wir heute fast ausschlafen. Geweckt
wurde um 6h00, damit wir noch ein letztes Mal auf einer kleinen Erhöhung den Uluru in der
aufgehenden Sonne aus der Ferne bewundern konnten. Danach hiess es sofort Zusammenpacken
und Weiterfahren. Denn ausser 3 Personen (Remo, eine Französin und ich ) setzte der Rest
der Truppe die 8-day-tour fort. Für sie hiess es 800 km im Bus bis Coober Pedy bei
brütender Hitze. Sie waren wirklich nicht zu beneiden. Emdstation war für sie
ebenfalls in Adelaide. Wir hingegen wurden von einem anderen Guide abgeholt, welcher uns
auf dem Rückweg nach Alice Springs noch in das Rainbow
Valley begleitete. Leider präsentierte sich die sonst so farbenfrohe Steinformation
unter dem bedeckten Himmel nicht wie wir es gerne erwartet hätten. Dafür aber
entschädigte der Guide uns mit seinen eindrücklichen Fahrkünsten. Er flog förmlich
über die typischen Outback-Wege und liess uns nie an seiner Rallye-Erfahrung zweifeln.
Etwas erschöpft liessen wir uns in einem Backpackers nieder und beendeten den Tag mit
einem kleinen Spaziergang in der Stadt.
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