QUEENSLAND

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27.-29.11.2000 Flug von Zürich nach Cairns...

Na meine Lieben, unsere Reise in der Sardinenbüchse war wirklich am Limit. Denn weder Bewegung noch Schlaf waren während den 28h Flugreise grossgeschrieben. Einzig allein der Alkohol konnte uns ein wenig in den Schlaf wiegen. Den 1. Flugzeugwechsel gab es in Frankfurt. Der Aufenthalt betrug hier gerade nur 2h. Beim Aufenthalt in Singapur nach 8h Flug konnten wir wenigstens während ca. 4h Auslauf unseren Organismus wieder auf  Trab bringen. Danach nahmen wir die letzten Luftkilometer via Darwin nach Cairns in Angriff. Endlich am Ziel angekommen und  völlig erschöpft suchten wir noch unseren vorbestellten Kombi. Das war dann wirklich eine positive Ueberraschung. Denn er war wirklich besser als vermutet. Ausgestattet mit einem 4-Liter-Motor, Klima-anlage und Automatik übertraf er alle unsere Erwartungen. Danach konzentrierten wir uns noch ein letztes mal auf den uns so fremden Linksverkehr. Er ist recht ungewohnt aber doch noch relativ schnell umsetzbar. So, nun sind wir heil angekommen und alles weitere werdet Ihr dann noch sehen. See you later...

Noch eine kleine Episode:

Auf unserer Reise machten wir die Bekanntschaft mit Jaqueline aus Dietlikon (ZH). Sie hatte ziemlich viel Handgepäck auf sich. Das Schrägste an allem war doch Ihr Knochen den sie auf sich trug und den Sie nur mit einem Waffenschein über die Grenze bringen konnte. Unter Knochen verstehen wir Ihren so kleinen und handlichen Videoapparat aus der Vorkriegszeit. Sorry, d'ont worry... we're just kidding...

30.11.2000 Ausflug: Cairns - Mareeba - Port Douglas - Cairns

In Smithfield, etwa 15km nördlich von Cairns, sind wir ungewollt (Remo) Richtung Mareeba abgezweigt und durch den so typischen tropischen Regenwald auf ca. 1000m gefahren. Leider machte hier das Wetter nicht so mit und wir mussten zum Teil die defekten Scheibenwischer laufen lassen. Aber es hat sich trotzdem gelohnt. Denn neben den saftig grünen Wäldern sah man auch mannshohe Termitenhügel. Wilde Kängurus kamen uns bis dahin noch nicht unter die Räder (trotz der vielen Warnschilder). Danach gings wieder steil runter nach Port Douglas. Hier fuhren wir an endlos weiten Zuckerrohrfeldern entlang. Und dann das letzte Stück Richtung Ausgangspunkt war das beeindruckenste. Die Strassenführung erinnerte stark an den Highway Nr. 1 in den USA. Sowie die zahlreichen, traumhaften und unberührten Sandstrände und Buchten liessen uns wirklich die Herzen höher schlagen...Wow.
Übrigens, die Temperaturen bewegten sich trotz des etwas bedeckten Himmels um die 32 Grad... Sorry

1.12.-2.12.2000 Tauschule in Cairns

Remo und ich haben uns für einen 3-tägigen Tauchausflug mit Nightdiving im weltbekannten Barrier Riff angemeldet. Genau genommen heisst das, dass ich ein internationales Tauchpatent machen werde und Remo einen kleinen Refreshingkurs absolviert. Während dieser 3 Tage sind 10 Tauchgänge geplant. Wie dann alles gelaufen ist werdet ihr bald lesen könne... Wie geht übrigens das Nebeltauchen in der Schweiz?... Sorry!....

3.12.-5.12.2000 Im Barrier Riff

So, Remo und ich sind wieder heil auf dem Festland angekommen. Zur Zeit haben wir noch ein bisschen Balanceprobleme (nicht vom Alkohol). Doch dieses Schaukeln wird sich in 2..3 Tagen gelegt haben. Das Tauchen selbst war anstrengend. Am schlimmsten war der Montag mit 4 Dives. Denn da hatte ich meine Prüfung im Wasser und zusätzlich noch ein Nachttauchen (nicht Nackttauchen, gell). Der 1. Tauchgang war bereits um 6h morgens (kein Witz). Leider konnten wir uns während dieses Ausflugs nie so richtig trocknen. Denn wenn wir aus dem Wasser stiegen, tropfte es auch noch von oben herab. Das Wetter war wirklich Sch... Es haben sich bereits kleine Schwimmhäute zwischen den Zehen gebildet. Natürlich war unter diesen Umständen auch die Sicht im Wasser Sch... und die sonst so tollen Farben die man hätte sehen können, mussten wir uns mit viel Mühe in dem grau- und monotonfarbenen Wasser vorstellen. Auch das ganze Drumherum liess zu wünschen übrig. Ich will hier nicht in die Details gegen. Aber die ganze Sache ist wirklich nur auf Massentourismus getrimmt und lässt keinen Spielraum für Persönliches. Kommt noch hinzu, dass alles viel zu stressig ablief, wo eigentlich das Tauchen ein ruhiger Sport sein sollte. Oder etwa nicht!?!?  Und ob all dies gut für die wirklich sensible Unterwasserwelt ist, dürfte fraglich sein. Doch das Wichtigste an allem ist, dass ich die Prüfung bestanden und trotzdem schöne Fische im Wasser gesehen habe, inkl. einer grossen Schildkröte und einer netten "Seacow" Searose.

6.12.-9.12.2000 Cairns - Townsville

Am 6.12. haben wir versucht, den Gleichgewichtssinn wieder herzustellen. Aber ich glaube, dass der Ausgang vom Vorabend nicht gerade hilfreich war. Vermutlich werden sich der Wirt und seine Tochter Nathalie im griechischen Restaurant noch lange an uns erinnern. Na ja , was solls. Am Abend  sind wir dann mit fast der ganzen Tauchequipe im Woolshed Essen gegangen , einer Verpflegungbar, wo man nach dem Food auf den Tischen herumtanzt. War wirklich eindrücklich. Der 7.12. war dann unser Abreisetag. Wir mussten wirklich den Weg in den Süden antreten. Weil der ewige Regen uns ziemlich auf die Nerven ging. Mit auf unsere Fahrt kam noch eine Passagierin aus Spanien (Raquel, oder auch Searose genannt), welche mit uns bereits auf dem Barrier Riff war. Während der ganzen Fahrt hätte man zahlreiche Wasserfälle bewundern können. Doch die anhaltend schlechte Wettersituation liess uns keine Wahl und so fuhren wir mehr oder weniger direkt nach Townsville (kleine Pause bei der Mission Beach). In Townsville selbst besuchten wir während 2 Tagen das weltgrösste künstlich angelgete Korallenriffaquarium, einen Tierpark, das Zentrum mit seinen sehenswerten architektonischen Relikten, den sauber gepflegten Quai mit dem Namen Strand und dann noch den Castle Hill mit einem sensationellen Blick auf die Stadt und die dahinter gelegene Magic Island. War wirklich schön, gepflegter als Cairns und die Wolken liessen sogar mal etwas länger die Sonnenstrahlen passieren.

10.12.-11.12.2000 Townsville - Airlie Beach - Gladstone

Hallo zusammen, hier schreibe ich (REMO) , über mich und meine bisherige Meinung über Auastralien. Leider war das Wetter anfangs nicht sehr gut. und anfangs dauert ca. 1 Woche und 4 Tage. Wie gewisse Leute von mir wissen, bin ich sehr schnell erkältet.Und genau das ist mir in Cairns auf dem Tauchschiff passiert. Aber wichtiger ist, dass es mir jetzt am 14.12 viel, viel besser geht. Das Datum vom 12.12 bis 15.12 wird euch Urs weiter beschreiben. Ich sage nur ujujui. Also nun, Townswill ist die bisher schönste Stadt an der Ostküste. Sehr sauber und wunderschöne Bauten. Weiter nach Airlie-Beach, mal schnell einen halt für den Durst und das Benzin, irgendwo zwischendrin. Hier verstehe ich, dass die Australier auch manchmal ein oder zehn Bier zuviel trinken. Was kannst du auch sonst tun, weit weg von der Zivilisation?  Was die Leute hier anbelangt? Ich war schon öfters in Amerika und dachte mir, ach du Fettes Ding. Hier in Australien, ach du Fettiges Unmögliches (Urs: ideal für eine Entziehungskur).
Am Morgen, wenn ich aufwache, sehe ich grün, nach dem Zähne putzen sehe ich immer noch grün. 500 Liegestützen und 1234 Situps oder so, sehe ich auch noch grün. Man fährt mit dem Auto auf den leicht holprigen Strassen und alles ist grün. Es ist ein wunderschönes Grün. Aber auf die dauer? Grün ist die Farbe der Hoffnung... die Hoffnung in Australien ist eine schnell wirkende Cellulitis-Creme. 
Es grüsst REMO.                 

12.12.-15.12.2000 Heron Island

Zuerst noch ein kleiner Nachtrag zur Airlie Beach: Es ist schon extrem, so viele Aussteigrtypen auf einem Haufen zu sehen. Das reicht von Woodstock-Relikten über Rich-Hippies bis zu Jesus-Loves-You-Typen. Wir kamen uns schon ein wenig auf verlorenem Posten vor. Aber wir waren ja nicht wegen denen hier. Denn die zahlreichen Beaches sind an und für sich wunderschön und auch der Yachthafen hat einiges zu bieten. Ach ja, und noch etwas. Die oben von Remo erwähnten Fettigen Unmöglichen bezeichne ich meinerseits als "Mozartkugeln" oder auch "Mon Cherry". Ich weiss, nicht wirklich nett aber zutreffend.
Am 12.12. fuhren wir während  2h mit einem "Super-Schnellboot" auf die 80km weit entfernte Koralleninsel Heron Island. Doch wie so oft schon spielte das Wetter nicht mit und wir mussten uns zunächst einmal vorstellen wie es hier sein könnte. Nachdem wir uns dem agressiven Vogelgestank der Weisskopfnoddies, die sich hier garde ihrer Fortpflanzung widmen, anvertraut hatten, konnten wir die weissen Traumstrände mit dem glasklaren Wasser bewundern. An den folgenden 2 Tagen sanken wir 4 mal in die wunderbaren Tauchgründe des umliegenden Heron-Riffs hinab und liessen uns von der bezaubernden Unterwasserwelt faszinieren. Es ist wirklich einzigartig Schildkröten, Haie, kunterbunte Fische, Riesenmuscheln usw. zu beobachten... man muss es einfach gesehen haben. Es gibt keine Worte dafür. Nicht einmal Bilder können diese Eindrücke wiedergeben. An 2 Vormittagen durften wir dann doch das so ersehnte Bilderbuchwetter geniessen... Jupiiiiie. Am Abend gegen Mitternacht kriechen in dieser Zeit Schildkröten an Land um ihre Eier zu legen. Auch wir hatten das Glück, dass garade vor unserer Nase ein grosses Exemplar schwerfällig aus dem Wasser kroch und sich während ca. 30 min den Strand hochplagte. Doch dann fühlte sie sich irgendwie gestört und kehrte unverzzüglich wieder ins feuchte Nass. Schade, aber trotzdem imposant. Zum Abschluss leisteten wir uns für den Rückweg einen Flug mit dem Helikopter. Es war Remo's Idee (ich konnte ja nicht mehr nein sagen, denn er hatte ohne mein Wissen bereits für beide gebucht) und sie hat sich auf jeden Fall ausbezahlt.

16.12.-17.12.2000 Gladstone - Bundaberg - Hervey Bay - Fraser Island

Auf diesem Streckenabschnitt gab es bis Hervey Bay eigentlich nicht viel Neues. Ausser in Bundaberg, wo einmal mehr die im viktorianischen Kolonialstil errichteten Gebäude herausragen und gleich vor der Stadt die Mystery Craters für Verwirrung sorgen. Bundaberg ist auch sehr bekannt für seinen eigenen Rum.
Gegen Abend sind wir dann in Hervey Bay eingelaufen, dessen Hafen  idealer Ausgangspunkt für Ausflüge auf die nahe gelegene Fraser Island ist. Ausser dem Hafen und den endlos langen Stränden hat dieses Ferienzentrum nicht viel zu bieten. Der Tagesausflug am nächsten Tag auf diese Insel war wirklich toll. Die Reiseführer, die selbst mit den 4WD-Cars durch die Sandinsel flitzten und hüpften, verstanden ihr Handwerk sehr gut und wussten auch immer uns bei guter Laune zu halten. Highlights dieses Trips waren sicher der auf Sand gewachsene Regenwald mit seiner Fauna und  besonders Flora, die 75-Miles-Beach mit dem Maheno Shipwreck, der Süsswassersee Lake Garawongera und die verschiedenfarbign Sandgesteine. Wir waren echt froh, als wir am späteren Nachmittag den Bus verlassen durften. Denn das ewige Schütteln und Rütteln macht Müde und Seekrank.   Idealerweise müsste man länger auf dieser herrlichen Insel bleiben. Doch wir haben ja keine Zeit für Ferien und so müssen wir weiter. (Idealerweise heisst hier mit einer Frau und nicht mit Urs. Remo)(Urs: äääääääääh....und gliichfaus)

18.12.-20.12.2000 Hervey Bay - Noosa - Brisbane

Unsere Reise führte vorerst weiter  der Küste entlang nach Noosa, wo wir fast einen Kulturschock erlitten. Ibiza oder auch Mallorca sind Nichts dagegen. Daher wird dieser elegante und teure Badeort auch als australisches Saint Tropez bezeichnet. Der Ort liegt gleich am Anfang der dort beginnenden Sunshine Coast. Es war auch mal richtiger Balsam für unsere Augen, keine Mozartkugeln mehr anzutreffen. An den Stränden lagen die Leute wie man es von Italien (Würstchengrill) her kennt und die ersten Surffreaks taten Ihr Bestes, die Badenixen für sich zu gewinnen. In der Stadt selbst hiess das Motto sehen und gesehen werden (aber ohne uns). Nach unserem kleinen Imbiss am Strand setzten wir die abwechslungsreiche Fahrt fort, vorbei an den wirklich endlosen, weissen und fast menschenleeren Stränden. Ideal für Päärli... gell Remo.
Gegen Abend kamen wir in Brisbane an, wo wir uns im zentralgelegenen Backpackers Palace einnisteten. Während der fogenden 3 Tage und Nächte liefen wir uns im wahrsten Sinne des Wortes die Füsse platt. Denn Parkgelegenheiten für unseren treuen Kombi gab es nicht viele und die Taxis hatten zudem günstige Preise. Ich glaube, wir haben ausser den Museen alles Wichtige gesehen. Am schönsten waren sicher der Weltexpo-Park von 1988, die Central Railway Station, die City Hall, das Myer- Einkaufszentrum, der Eagle Street Pear, die altwürdigen viktorianischen Baudenkmäler (Sorry Remo, für die vielen km) und das Chinatown, wo wir jeden Abend asiatische Gerichte in uns schmissen. Gleich eine Querstrasse hinter dem Chinatown befand sich das Fortitude Valley, das erneut an klassische Touristenplätze im Süden erinnerte. Ausser für einen Kaffee hielt es uns dort nicht lange und so liessen wir uns fast immer zurück zu unserer Unterkunft chauffieren,   unter welcher sich eine typische backpackersorierntierte Saufanlage versteckte. Gleichermassen wie die anderen Gullys versuchten wir unseren Alkoholpegel zu erhöhen. Doch mit gerade mal 2.2$ pro Bier und der viel zu kurzen Zeit, konnten wir weder das Budget sprengen noch den Alkoholpegel markant anheben. War auch besser so. Es sollen ja Wellnessferien sein.....?!?.
Brisbane ist zusammengefassst eine recht saubere und typische Geschäftsstadt, die sich nach Feierabend schnell leert. Brissie ist die drittgrösste Stadt Australiens.