Victoria

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04.01.-05.01.2001    Canberra - Seaspray - Philip Island - Melbourne

Nach dem obligaten Besuch in Canberra fuhren wir weiter in Richtung Melbourne. Der 1. Teil der Strecke war nicht sehr interessant und so mussten wir fast nie anhalten um Fotos zu schiessen. Erst bei Lakes Entrance stiessen wir nahe an die Küste und konnten wieder einmal das Meer geniessen. Lakes Entrance kann auch unter die typischen Touristenorte eingereiht werden (zu viele Bleichgesichter). Zur Übernachtung wählten wir das weiteruntenliegende Seaspray an der Ninety Mile Beach aus, mit der Hoffnung auf weniger Rummel. Doch das Glück meinte es nicht gut mit uns und so "durften" wir zum ersten Mal im Auto übernachten (Ferienzeit der Aussies und der einzige Camping war voll). Das Auto liess sich ideal für eine Schlafgelegenheit einrichten. Mit unseren Schlafsäcken und aufblasbaren Matratzen gaben wir den letzten Schliff für unser improvisiertes Bett. Trotzdem, die Nacht war lang, hart und schief. Auch unzählige Mücken hatten uns die ganze Zeit belästigt. Man muss ja schiesslich die Fenster ein wenig offen halten zum Atmen, gäll Remo. Der Morgen brachte dann die Wahrheit zu Tage. Remo hatte lediglich 1 Mückenstich und ich hatte über 30 nur an meinem linken Arm. Wo ist denn hier die Gerechtigkeit ?(Das gäll Remo, heisst wohl ich stinke? Aber die Mücken waren ja bei dir . Warum? Auf jeden Fall durften wir noch für einen kurzen Moment den Sonnenaufgang geniessen bevor es weiterging. Das Frühstück genossen wir etwas später bei Inverloch. Von da aus führte ein sensationell schöner Scenic Drive entlang der Küste mit abwechselnd steil abfallenden Klippen und kleinen dazwischenliegenden Sandstränden (Sorry Remo für die zahlreichen Unterbrüche). Ein weiterer Leckerbissen war kurz vor Melbourne auf der Philip Island. Highlights waren dort die Zwergpinguine (welche erst am Abend zurückkehren), die Südspitze The Nobbies (nicht Kuster Nobi) und das Städtchen Cowes. Von der Sonne war nicht viel zu sehen an diesem Tag.... Am frühen Nachmittag fuhren wir bereits in Melbourne ein und konnten uns so in aller Ruhe bei einer kleinen Stadtvisite ein Hotel suchen. Voilà.

05.01.-07.01.2001    Melbourne

Am ersten Abend in der zweitgrössten Stadt dieses Landes liessen wir uns in einem sehr guten Thai-Restaurant verwöhnen. Und danach löschten wir unseren Durst in einer angenehmen aber etwas lauten Bar. Der darauffolgende Tag begann in der Region St. Kilda, welche etwas südlich von der City liegt. Speziell ist dort das Ambiente mit den kleinen Bistros, Kaffees, Bars, Lädelis und auch seiner idealen Lage, wenige Meter hinter der Beach. Der Nachmittag gestaltete sich schon fast wie gewohnt bei bewölktem Himmel mit einem kleinen Stadtrundgang und einer Einkaufstour in der City. Das Dinner verzehrten wir dann irgendwo in der Brunswick Street, die weg vom Zentrum in nördlicher Richtung verläuft. Auch diese Gegend ist vollgestopft mit niedlichen Restaurants, Bars und Kaffees. Es war erneut sensationell gut und auch für unsere Verhältnisse recht günstig. Den weiteren Abend verbrachten wir mit der Suche nach geeigneten Unterhaltungsmöglichkeiten  im Kern der Stadt. Doch entweder war die Musik zu laut, das Licht zu düster, die Türen schon geschlossen oder auch nur Zutritt mit langen Hosen (keine Shorts !... gäll Remo). Unseren letzten Tag in Melbourne opferten wir erneut einer kleinen Tour in der Stadt um  schliesslich noch einige Föteli zu schiessen. Der Himmel zeigte sich schon ein wenig freundlicher aber leider noch nicht ganz wolkenfrei. Na ja, dann werden wir's halt retouchieren. Sehr schön zeigte sich die Flinders Street Station (Bhf), dessen Fassaden im französischen Renaissance-Stil gehalten sind, die St. Pauls Cathedral, die Town Hall, das China Town, das Public Bath, das Einkaufszentrum Melbourne Central und die RialtoTowers, auf welchen man in 253m eine wunderbare Vogelperspektive hat. Griechisches Essen war an diesem Abend angesagt. Und ohne unsere englischen Sprachkenntnisse hätten wir nie in diesem tollen Restaurant gegessen. Denn gleich mehrere Griechen reihten sich nebenainander und es wäre schwierig gewesen, den Besten herauszupicken. Das Bettmümpfeli nahmen wir in der Nähe von St. Kilda zu uns. Wiederum ein interessanter Platz für Nachtschwärmer und Dauerläufer. Wir fragten uns immer wieder, wann denn die jungen Aussies ins Bett  und wann sie zur Arbeit gehen. Denn bereits an Werkstagen waren gewisse Lokale bis spät in die Nacht mit Leuten randebenvoll gefüllt.
Melbourne ist wirklich eine geniale Stadt und braucht sich nicht zu scheuen im direkten Vergleich mit Sydney. Sie ist charmanter wegen seinen zahlreichen kleinen Bistros, Restaurants, Kaffees und Bars, sie ist weniger hektisch und sie ist auch besser überschaubar. Dagegen hat sie aber weniger Highlights wie Sydney mit dem Opera House oder der Harbour Bridge.

08.01.-09.01.2001    Melbourne - Port Fairy

Auf der Weiterfahrt nach Adelaide zeigte sich bis Torquay nicht viel Interessantes. Doch von da an wechselten sich herrlich weisse Sandstrände ab. Haltepunkte waren Aireys Inlet, Lorne, Apollo Bay, Glenaire und Princetown. Leider versteckte sich die Sonne öfters hinter dichten Wolken und so mussten wir halt ein paar Schnappschüsse weniger machen. Ein weiterer Meilenstein unserer Reise war sicher der Küstenabschnitt zwischen Princetown und Peterborough. Denn da fand man die verrücktesten Felsskulputuren. Dazu gehören die legendären 12 Apostles, die Schlucht Loch Ard Gorge, der Sentinel Rock, The Arch und die London Bridge. Einfach überwältigend mit welcher Schönheit sich uns diese Landschaft präsentierte (endlich mit Sonne). Auch der Zeitpunkt unseres Eintreffens war ideal. Denn in der späten Nachmittagssonne zeigten sich die leicht rot gefärbten Steinformationen am Besten. Der Weg führte dann ein wenig weg von der Küste und so zogen wir es noch weiter bis Port Fairy, wo wir uns in einer Campinglodge niederliessen. Das Nachtessen genossen wir in einem netten italienischem Restaurant, nachdem sie uns an einem anderen Ort um ca. 21h00 schon nichts mehr servieren wollten (nicht das erste Mal). Die Aussies haben zum Teil schon eine komische Vorstellung von Arbeitszeit.