Western Australia

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20.01.-23.01.2001    Ceduna - Caiguna - Albany - Augusta - Melros (Mandurah)

Nachdem es über die Nacht ein wenig abgekühlt hatte und schon fast wie üblich Wolken am Himmel zu sehen waren, entschlossen wir uns, so schnell wie möglich durch die Nullarbar Plain zu reisen. Diese längste ununterbrochene Klippenküste der Welt erstreckt sich über eine Distanz von mehr als 1400 km. Erste Station war die bekannte Cactus Beach (Point Sinclair). Ich glaube, dass bei entsprechendem Wetter die Kulisse besser gewesen wären. Ein weiterer Grund unseres Daseins war auch die Hoffnung auf Uelä und Fränzi zu stossen. Denn sie hatten uns zuvor via email angegeben, ungefähr in diesem Zeitrahmen dort zu sein. Aber ausser ausgeflippte Surftypen konnten wir leider nichts finden. Der Abstecher hatte sich also nicht wirklich gelohnt. Weitere Stationen waren Head Of Bight, die Bunda Cliffs mit imposanten Lookouts von den gefährlich hohen Klippen ohne Abschrankungen, Border Village mit einer Zeitkorrektur von -2h30, Madura und schliesslich  Caiguna, wo wir in einem typischen Roadhouse übernachteten. Das miese Wetter begleitete uns den ganzen Tag. Zum Fahren ist es so sicher angenehmer, aber für die Bildli ?!?!?!... Gesamtdistanz an diesem Tag: 850 km...
Der nächste Morgen liess uns wenig Hoffnung auf Wetterbesserung. Es folgte nun auf dem Eyre Highway, zwischen Caiguna und Balladonia, mit 145 km die längste gerade Strecke Australiens. Wirklich keine einzige Kurve! Es braucht schon uwadlich viel Konzentration auf solch langweiligen Pisten mit den Gadanken am richtigen Ort zu bleiben. Bei Norseman zogen wir es lieber vor, an der Küste entlang auf dem Highway 1 zu fahren, als den viel kürzeren Weg direkt nach Perth zu nehmen. In Esperance, unserem geplanten Übernachtungsort, nahmen wir den Lunch zu uns und reisten gleich wieder weiter. Man kann ja nicht viel Schlaues sehen bei Regen... oder etwa doch ? Endstation war dann halt in Albany, einem kleinen Naturhafen am King George Sound. Nachtessen gab's in einem Thairestaurant mit vielen anderen Gästen aus der Schweiz. Die traditionelle Thaisuppe geriet etwas zu scharf und liess unseren Darm ordentlich arbeiten, oder besser gesagt leiden....sorry Remo.
Gesamtdistanz an diesem Tag: 1050 km...
Der nächste Tag begann mit einer Spritztour zur südlich gelegenen Natursteinbrücke The Natural Bridge sowie dem Felseinschnitt The Gap. Danach ging es weiter in Richtung Walpole, vorbei an zahlreichen Buchten. Etwas später folgte das Valley of the Giants mit riesigen Karri- und Red Tingle-Bäumen. Und schliesslich landeten wir nach unzähligen Kilometern durch wunderschöne Wälder in Augusta. Die Sonne liess sich heute schon mehrmals blicken... Judihui. Untergebracht waren wir in einem YHA, welches wirklich toll eingerichtet war und auch mal genug lange Betten hatte.
Gut erholt und ausgeschlafen setzten wir unsere Reise fort. Gleich zu Beginn tauchten wir in die dunkle Unterwelt ein. Gemeint sind hier die Jewel Caves die sich unweit von Augusta befinden. Diese Tropfsteinhöhle zählt zu den Grössten und Schönsten unter den insgesamt 300 dieser Region. Während einer 1-stündigen Führung liessen wir uns von der glitzernden Schönheit verzaubern. Fast geblendet vom Sonnenlicht fuhren wir in nördlicher Richtung weg zum Lighthouse beim Cape Naturaliste. In der Gegend um das Städtchen Margaret River liegt die beste Weinanbauregion des Südwestens. Für einmal mehr konnte ich nicht einfach so vorbeifahren, ohne einen Fuss in einen Weinkeller zu setzen. Dran glauben musste der Killerby Cave, welcher sich mit einem preisgekrönten Shiraz-Cabernet auszeichnen konnte. Sonstige Kaffeestops gab es bei Busselton und Bunbury. Zu erwähnen ist hier einzig der mit 2 km längste Holzpier der südlichen Hemisphäre, der in Busselton nur gegen Cash begangen werden kann. Das Dach über dem Kopf fanden wir vor Falcon in einer Cabin und das Nachtessen verschlungen wir unweit davon in einem kleinen gemütlichen Restaurant. Barramundi-Fisch stand diesmal auf dem Menü und als Vorspeise mussten 6 Stück Muscheln nach Klipatrick-Art dranglauben. Hmmmmm. 

24.01.-29.01.2001    Perth

Etwas müde von der unruhigen Nacht, gestört durch orkanartige Windböen, pilgerten wir recht locker der nahen City von Perth entgegen. Ein kurzes Weckiwecki mit Kaffee und feinem Müesli gab's in Fremantle, dem neuen und alten Hafen der Hauptstadt von Western Australia. Dass viele der alten Bauwerke wieder im Glanz der Kolonialzeit erstrahlen, ist vor allem auch dem America's Cup von 1987 zu verdanken. Zudem überrascht Freo mit netten Strassencafés und Boutiquen sowie gemütlichen Pubs und Restaurants (fast schöner als die City selbst). Der Backpackers lag ideal bei der City Railway Station für unsere Erkundungen zu Fuss ins Downtown oder auch für die nächtlichen Ausflüge im Northbridge (nicht nur zur Nahrungsaufnahme).
Nach einem gesunden z^Morge mit Müesli und frischen Fruchtsäften strebten wir vollgetankt dem Ufer des Swan Rivers entgegen, um dort die bekannten Schwarzen Schwäne zu beobachten. Und wie es halt so ist, kann man sich im Ausland nie aufhalten ohne angepöbelt zu werden. Mit dem Ruf "Hey!!... Schissturischtä" wurden wir aus unseren tiefen Gedanken gerissen und stellten fest, dass plötzlich 4 Nidwaldner hinter uns standen. Es waren Tschaupi, Sandi, Heinz und Sibille. Die Welt ist tatsächlich klein und es war wirklich reiner Zufall. Den Abend verbrachten wir dann gemeinsam in einem ital. Restaurant in Northbridge.
Nach einem verlängerten Schläflein ging's mit dem Zug erneut nach Fremantle, um diesmal bei Sonnenschein die architektonischen Wunderwerke auf Film festzuhalten. Und wie der Zufall so will, stiessen wir wieder auf unsere Haimatfreunde. Bei Speis und Trank, dummen Geschwätz und viel Sonne liessen wir die Zeit gemütlich verstreichen. Zurück in der City verabredeten wir uns zum Apéro im Hotel Hilton, wo unsere Artgenossen hausten. Von da aus ging's weiter an das grossangekündigte Firework zu Ehren des Australia Day (CH = 1. August). Es war einfach gigantisch. Die Show, das Wetter, die Stimmung, die Leute... Nach dem offiziellen Akt trennten wir Männer uns von den Frauen. Wir genossen zusammen das Dinner bei einem Griechen und zögerten den Abend bis früh in den Morgen hinaus. Es war halt Männerabend und deshalb auch so ausgiebig (Sorry und auch Danke Mädels!).
The Day After war gezeichnet von erhöhten Ermüdungserscheinungen und Nachbrand. Na ja, leiden soll man auch  Mehr als ein kleines Nickerchen im Schatten eines wunderbaren Baumes (Remo wurde förmlich von Vogelabfall bombardiert) im nahe gelegenen Park mit zeitweiligen Leseversuchen lag nicht drin und deshalb ist dieser Tag schnell erzählt.
Unter schlechten Voraussetzungen wollten wir den Pinnacles (Nambung NP) entgegeneifern. Doch als die ersten Tropfen auf unserer Windschutzscheibe donnerten, brachen wir unverzüglich ab und beendeten die Spritztour mit dem Scenic Drive entlang der Küste über Hillarys und Yanchep. Auch der Abend stand  unter einem schlechten (oder auch guten?) Stern. Mit 2 sehr netten Schweizerinnen aus der Ostschweiz unterhielten wir uns die ganze Nacht und merkten erst im Morgengrauen, wie spät es eigentlich war. Natürlich haben wir nicht die ganze Zeit Henniez getrunken!... Was für eine Frage!
The Day After II begann schon schwerer. Denn wir hätten ja das Zimmer bis 10h00 räumen sollen. Etwas verspätet, so gegen Mittag, stopften wir all unsere Habseligkeiten in die Koffer und gaben sie an der Reception ab. Als weitere Aufgabe stand nun die Rückgabe unseres tollen Mietwagens bevor. Mit einem Pflegebad und Staubsauger-Intensivreinigung verliehen wir unserem treuen Freund tadelloses Ausehen. Und wie es sich herausstellte, hat sich der Aufwand gelohnt. Nach einem kleinen Imbiss in Fremantle kehrten wir zurück zur Unterkunft und warteten die Zeit bis zu unserem Flug um 23h00 ab.

Australia, we had a good time...
we say goodbye and we'll see us again...